Coworker im Portrait: Angela Köneke

"Coach ohne Couch" hat Angela ihr Unternehmen genannt. Seit Januar 2015 fährt sie zweimal in der Woche von ihrer Heimatstadt Essen zu uns nach Dortmund ins Work Inn am Hafen. Was ein Coach ohne Couch macht und warum sich Angela fürs Coworking entschieden hat, erzählt sie uns im Interview. Als Bonus hat sie ein paar Tipps, welche ersten Schritte helfen, wenn man etwas in seinem Leben verändern möchte.

Hallo Angela, du bist Diplom Psychologin und Gründerin und Inhaberin von “Coach ohne Couch”. Erzähl mal, was genau Du anbietest und für wen das Coaching gedacht ist.

Coach ohne Couch versteht sich als Plattform verschiedener Formate für Menschen, die Ideen und Projekte verwirklichen wollen – also bereit sind ihre Komfortzone zu verlassen. Design your life – privat, im Job oder in Kombination – mit „systemischen-design-thinking“ Methoden – inspirierend, aktivierend und vitalisierend eigene sinnstiftende Ziele in die Tat umsetzen - Spaß und Freude am Tun - mit Unterstützung durch andere Sinn-Player – das sind die Eckdaten.

Dazu verlassen wir die gewohnten Umgebungen, begeben uns nicht nur sinnbildlich auf den Weg, sondern auch praktisch. Wege und Orte in der Natur unterstützen den Blick über den Tellerrand und nebenbei auch aktuellen Stress abzubauen.

In 2016 werden einwöchige „Coachingplus“-Reisen angeboten, um an wunderbaren, inspirie-renden Orten die individuellen Kurskorrekturen auf den Weg zu bringen. „Design your Life+Kunst“, „Desing your Life+Yoga“, „Design your life + Sport“ – sind aktuell geplante De-signReisenFormate.

Wer nicht verreisen möchte hat die Chance an unseren Design-Master-Teams teilzunehmen, d.h. in sieben wöchentlichen Treffs mit 6-10 Teilnehmden in Kombination mit online-basierten 21-Tage-Challenges individuelle Projekte umzusetzen.

In diesen Angeboten wie auch in Einzelcoachings arbeiten wir u.a. nach Prinzipien und Me-thoden der Positiven Psychologie, u.a. die persönlichen psychologischen Stärken erkennen und gezielt einsetzen, um in den Fluss zum nachhaltigen persönlichen Erfolg zu kommen.

Welche Eigenschaft muss man für Deinen Beruf besonders mitbringen?

„Coach“ ist kein geschützter Begriff, sodass jede wie auch immer geartete persönli-che/berufliche Dienstleistung als Coaching bezeichnet werden kann. Die Bandbreite ist groß und umfasst von konkreter Beratung („so sollten Sie es tun“) bis hin zu „kein Input – alles ist bereits im Individuum vorhanden und muss nur an die Oberfläche gebracht werden“. Je nach Verständnis können auch die Eigenschaften nuancieren.

Für meine Art der Arbeit ist es hilfreich einen großen Sack an Arbeits- und Lebenserfahrung mitzubringen, Menschen an sich zu mögen und darüber hinaus:

  • die Bereitschaft im „Jetzt“ zu leben
  • die Einstellung „ein Tellerrand ist dazu da um drüber zu schauen“
  • die Freude an Vielfältigkeit und Respekt gegenüber jeglicher Art der individuellen Le-bensgestaltung
  • kreative Lösungsbereitschaft, hohe Flexibilität
  • die Freude an Weiterentwicklung (auch an der eigenen)
  • Humor und pure Lebensfreude
  • den Mut zu klarer konstruktiver Rückmeldung
  • die Bereitschaft, auch die unangenehmen Fragen zu stellen
  • Empathie und Mitgefühl
  • Dankbarkeit

Was magst Du an Deinem Beruf besonders?

Ich liebe es, dass nichts dauerhaft festgeschrieben ist, sondern immer wieder Phasen der Neuausrichtung, Weiterentwicklung möglich sind. Zusätzlich ist es ein großartiges Gefühl, wenn meine Coaching-Kunden bereits nach meist max. 3 Terminen, in denen individuell sortiert, reflektiert, aussortiert, visioniert und erste Schritte umgesetzt werden, ihren Weg frohen Mutes und beschwingt weitergehen, indem sie die gelernten oder bewusst gewordenen Aspekte und Tools nachhaltig für ihre zukünftigen Ziele und Schritte einsetzen können.

Meine Arbeit im Coaching ist gelungen, wenn ich mich überflüssig gemacht habe. Und wenn dann manchmal noch Jahre später Rückmeldungen kommen, was und wie es sie unterstützt hat, dann erfüllt mich das mit großer Freude.

Gleichzeitig liebe ich es, kreativ an Ideen, Projekte oder verworrene Situationen gemeinsam mit anderen heranzugehen. Keine Situation ist wie die andere – es geht immer darum die Individualität und bestehende Systeme zu erfassen, um dann Rädchen neu auszurichten oder gar neue Rädchen ins System hinzuzufügen – also Bewegung zu erzeugen – und dieses funktioniert auch dadurch, den Körper gleich mit zu bewegen und das an der frischen Luft.

Wie sieht ein Arbeitstag hier im Work Inn bei Dir aus?

Man findet mich an zwei Tagen in der Woche als Memberhost im Standort Hafen. Nebst den Aufgaben die ich in diesem Zusammenhang erledige, verläuft der Arbeitstag nicht nach einer festen Struktur. Anwesende Coworker treffen sich immer mal wieder am Tag zum Gespräch beim Kaffee oder Mittagessen oder auch zu „Sag mal, wie würdest du das machen?“ oder zu „Ich hänge – Hilfe!!!“, gerne auch genommen „Was machst du jetzt nochmal genau?“ oder „Das könnte eine spannende Ergänzung zu meinen Ideen sein – wollen wir mal darüber rumspinnen, ob wir Synergien herstellen können“.
Drum herum erledige ich administrativen Aufgaben, die rund um mein Angebot zu erledigen sind.

Warum hast Du Dich für Coworking entschieden und welche Erfahrungen hast Du bis-her gemacht?

Ich habe mich im Januar für Coworking entschieden, weil ich es für eine wunderbare Möglichkeit halte sich zu vernetzen, andere Professionen näher kennenzulernen und natürlich auch mir sympathische Fachkompetenz für meine Belange einzukaufen. Als Freiberuflerin lebe ich vom Austausch, von Kontakten und Gesprächen, um dann auch wieder Aufgabenbereiche individuell weiterzubearbeiten. Dazu ist Coworking die ideale Rahmenstruktur.

Wenn Du Dich grad mal nicht damit beschäftigst, Deine Kunden zu coachen, was machst Du dann am liebsten?

Ein Teil von mir, denkt ständig über neue Projekte nach – das beflügelt mich, auch wenn von den vielen Ideen nur ein Bruchteil in naher Zukunft umgesetzt wird. Es ist ein kontinuierlicher Motor, der mich fröhlich voranschreiten lässt.

Ansonsten tue ich auch liebend gerne einfach mal nichts – total nichts mit dem Kopf und nur in der Natur und im hier und jetzt sein, genießen, was um mich ist – dazu gehören allerdings auch alle persönlichen Kontakte mit Freunden und Familie.

Dein neues Coaching-Angebot richtet sich an Menschen, die etwas in ihrem Leben verändern wollen? Hast Du ein paar Tipps zu ersten Schritten oder Fragen, die man sich ganz am Anfang stellen sollte, wenn man etwas verändern möchte?

Zum Einstieg ist eine ehrliche Antwort auf die Frage „Bin ich bereit meine Komfortzone zu verlassen und die Richtung Wachstum und Entwicklung zu fokussieren?“ Das fröhliche „Komfortzonen-Bullshit-Bingo“ hilft einem dabei, sich selbst zu „entlarven“. Die „Verbildlichung“ des Ziels mit allen Sinnen und die Klarheit über eigene psychologische Charakterstärken sind zum Einstieg sehr zu empfehlen.


So erreicht Ihr Angela:

im Work Inn im Hafen: dienstags und donnerstags

Web: www.coachohnecouch.de

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder

Mobil: 0172 - 2755931